AstraZeneca

Der Corona-Impfstoff der britisch-schwedischen Firma Astrazeneca ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Bei diesem Wirkstoff werden harmlose Viren mit der Erbinformation für das Spike-Protein geimpft. Daraufhin baut der Körper einen Schutz gegen das Coronavirus auf.

  • Name:AZD1222, Handelsname: Vaxzevria, 10 Dosen in einer Flasche
  • Impfung:Zwei Impfungen im Abstand von neun bis zwölf Wochen
  • Altersempfehlung:Aufgrund einiger Nebenwirkungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) den Impfstoff nur für Menschen ab 60 Jahre. Erst ab diesem Alter soll der Nutzen durch den Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung das Risiko für die seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen überwiegen. Nach einer ärztlichen Aufklärung können sich aber auch Jüngere mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.
  • Wirksamkeit: Die Wirksamkeit liegt bei 70 bis 80 Prozent. Dies gilt bei einem Impfabstand von 12 Wochen zwischen der ersten und zweiten Impfung. Damit ist sie geringer als bei Biontech und Moderna. Die Wirksamkeit zur Verhinderung einer Hospitalisierung ist mit rund 95 Prozent allerdings so hoch wie bei den beiden mRNA-Impfstoffen.
  • Nebenwirkungen: Laut einer Untersuchung der Universität Oxford können unter anderem folgende Impfreaktionen nach der Impfung auftreten: Schmerzen an der Einstichstelle (54 Prozent der Geimpften), Spannungsgefühl (64 Prozent), Abgeschlagenheit (53 Prozent), Kopfschmerzen (53 Prozent), Krankheitsgefühl (44 Prozent) und erhöhte Temperatur (34 Prozent).
  • Schwere Nebenwirkungen: In sehr wenigen Fällen kam es nach einer Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca zu einer Sinusvenenthrombose, also einem Gerinnsel in einem blutableitenden Gefäß im Gehirn. Davon verliefen einige tödlich. Die Zwischenfälle traten zumeist zwischen 7 und 14 Tage nach der Impfung und überwiegend bei Frauen unter 55 Jahren auf. Allerdings haben bisher auch insgesamt mehr Frauen unter 55 Jahren den Impfstoff erhalten als andere Personengruppen.
  • Schutz gegen Mutanten: Gegen B.1.1.7 könnte das Präparat von Astrazeneca eventuell etwas weniger effektiv wirken, aber dennoch ausreichend, schreibt das Robert-Koch-Institut dazu. Es gibt zudem erste Hinweise, dass Covid-19-Erkrankungen trotz Impfungen bei Infektionen mit den Varianten B.1.351 bzw. P.1 zwar auftreten können, jedoch der klinische Verlauf insgesamt eher milde verläuft und die Impfstoffe eine deutliche Schutzwirkung in Bezug auf schwere Verläufe haben. Astrazeneca hat inzwischen eine neue Impfstoff-Generation für den Herbst angekündigt, die besser vor Varianten schützen soll.
  • Vorteil:Anfang Mai gaben Bund und Länder bekannt, dass die Impfpriorisierung mit dem Impfstoff von Astrazeneca aufgehoben wird. In Deutschland können sich somit alle Impfwilligen ab 18 Jahre mit dem britischen Vakzin gegen das Coronavirus impfen lassen.
  • Kühlung:Kann bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad transportiert und über mehrere Monate aufbewahrt werden.

Johnson & Johnson

Neben Astrazeneca ist der Impfstoff Johnson & Johnson der zweite zugelassene Vektorimpfstoff gegen das Coronavirus. Somit wird nach Injektion des Impfstoffs das Immunsystem dazu angeregt, Abwehrstoffe gegen das sogenannte Spike-Protein zu bilden.

  • Name:COV2.S, Handelsname: Janssen, 5 Dosen in einer Flasche
  • Altersempfehlung:Aufgrund ähnlicher Nebenwirkungen wie beim Impfstoff von Astrazeneca empfiehlt die STIKO den Impfstoff von Johnson & Johnson ebenfalls nur für Menschen ab 60 Jahre. Aber auch hier gilt: Nach einer ärztlichen Aufklärung können sich auch Jüngere mit dem Impfstoff immunisieren lassen.
  • Impfung:Nur eine Impfung nötig. Die volle Wirksamkeit tritt nach 14 Tagen ein.
  • Wirksamkeit: Der Impfstoff von Johnson und Johnson hat ebenfalls eine geringere Wirksamkeit als der von Biontech und Moderna. Die Schutzwirkung nach der Einzelimpfung liegt laut RKI bei 65 Prozent. Allerdings schützt auch dieses Vakzin mit 75 Prozent zuverlässig gegen schwere Verläufe.
  • Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schmerzen an der Einstichstelle (48,6 Prozent), Kopfschmerzen (38,9 Prozent), Abgeschlagenheit (38,2 Prozent), Muskelschmerzen (33,2Prozent) und Fieber (9 Prozent)
  • Schwere Nebenwirkungen: Nach Anwendung des Impfstoffes sind in den USA sehr seltene Fälle von Thrombosen überwiegend bei jüngeren Geimpften aufgetreten. Aus Europa gibt es hierzu noch keine Beobachtungen, weil der Impfstoff hier erst seit Kurzem und bisher nur in kleinen Mengen zur Anwendung gekommen ist.
  • Schutz gegen Mutanten: Laut den klinischen Studien soll der Impfstoff von Johnson & Johnson auch vor der brasilianischen (P.1) und der südafrikanischen Corona-Mutation (B.1.351) schützen, wenn auch mit einer geringeren Wirksamkeit.
  • Vorteile:Im Gegensatz zu allen anderen bisher zugelassen Vakzinen wird keine zweite Dosis benötigt, und die volle Schutzwirkung tritt früher ein. Zudem ist auch für den Impfstoff von Johnson & Johnson die Priorisierung in Deutschland bereits aufgehoben worden. Alle Erwachsenen dürfen sich damit impfen lassen.
  • Kühlung: Der Impfstoff kann wie das Astrazeneca-Vakzin drei Monate lang bei einer normalen Kühlschranktemperatur gelagert werden.

Biontech/Pfizer

Bei dem mRNA-basierten Impfstoff von Biontech/Pfizer wird eine codierte Bauanleitung für das Spike-Protein des Virus in Gestalt einer Boten-Nukleinsäure (messenger-RNA) geimpft. Anschließend produzieren die körpereigenen Zellen das Antigen anhand dieses Bauplans. Darauf reagieren innerhalb weniger Tage die Immunzellen, indem sie Antikörper und andere Schutzmechanismen gegen das Spike-Protein und damit auch gegen das Coronavirus erzeugen.

  • Name: BNT162b2, Handelsname: Comirnaty 6 Dosen in einer Flasche
  • Impfung: Zwei Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen
  • Altersempfehlung: Ab 16 Jahre. Derzeit prüft die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) die Freigabe des Vakzins für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren.
  • Wirksamkeit: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die Wirksamkeit bei 95 Prozent und ist demnach hoch. Zudem schützt der Impfstoff zuverlässig vor schweren Covid-19-Verläufen.
  • Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Beschwerden nach einer Impfung gehören Schmerzen an der Einstichstelle (83 Prozent), Abgeschlagenheit (47 Prozent), Kopf- und Muskelschmerzen (42 Prozent) und Schüttelfrost (rund 30 Prozent). Die Beschwerden sind meist gering ausgeprägt und treten eher bei jüngeren Menschen auf. Bei 0,01 Prozent der geimpften Personen trat in der Phase-III-Studie des Vakzins eine Lähmung des Gesichtsnervs auf. Es wird derzeit überprüft, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfungen und Gesichtslähmungen besteht. 0,4 Prozent zeigten allergische Reaktionen. Es ist aber auch hier noch unklar, ob diese im Zusammenhang mit der Impfung stehen. Laut RKI können bei mRNA-Präparaten wie bei allen anderen Impfstoffen „in sehr seltenen Fällen“ allergische Sofortreaktionen bis hin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.
  • Schutz gegen Mutanten: Für die sich derzeit in Europa stark ausbreitende britische Variante B.1.1.7 schätzt das RKI die Auswirkungen auf die Effektivität des Impfstoffes als gering bis mäßig ein. Ob und inwieweit die in Europa nur sehr selten nachgewiesenen Varianten B.1.351 und P.1 die Wirksamkeit reduzieren, ist bislang nicht bekannt. Experten gehen allerdings davon aus, dass auch hier ein gewisser Schutz zumindest gegen schwere Verläufe bestehen bleibt.
  • Vorteil: Bei den inzwischen auftretenden Corona-Mutationen hat der mRNA-Impfstoff einen entscheidenden Vorteil: Er ist leichter herzustellen als ein Vektorimpfstoff und lässt sich deshalb auch schneller an eine Mutation anpassen. Ein Grund ist, dass bei der Vektorherstellung mehr Prozessschritte zur Sicherheitsüberprüfung und zum Heranziehen von Zellen benötigt werden.
  • Kühlung:Muss bei minus 70 Grad versendet und kann bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad für 31 Tage gelagert werden. Zuvor waren es nur fünf Tage.

 

Moderna

Genau wie beim Impfstoff von Biontech/Pfizer nutzt auch das US-amerikanische Unternehmen Moderna einen mRNA-Impfstoff, bei dem eine codierte Bauanleitung geimpft wird. Die Zellen im Körper übernehmen die Produktion des Antigens, wodurch ein Schutz gegen das Virus aufgebaut werden kann.

  • Name: mRNA-1273, Handelsname: Covid-19 Vaccine Moderna 6 Dosen in einer Flasche
  • Impfung: Zwei Impfungen im Abstand von vier bis sechs Wochen
  • Altersempfehlung: Ab 18 Jahre
  • Wirksamkeit: Der Impfstoff schützt laut neusten Daten des Herstellers zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf.
  • Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schmerzen an der Injektionsstelle (83,7 Prozent), Kopfschmerzen (63 Prozent), Muskel- oder Gelenkschmerzen(59,6 Prozent), Schüttelfrost (43,4 Prozent), Übelkeit oder Erbrechen (21,3 Prozent) und Fieber (14,8 Prozent). Wie auch bei Biontech/Pfizer trat auch bei Moderne bei 0,01 Prozent der geimpften Personen eine Lähmung des Gesichtsnervs während der Phase-III-Studie auf. 0,4 Prozent zeigten allergische Reaktionen. Es ist aber noch unklar, ob diese im Zusammenhang mit der Impfung stehen.
  • Schutz gegen Mutanten:Wie auch bei Biontech/Pfizer schätzt das RKI die Auswirkungen der B.1.1.7-Variante auf die Effektivität des Impfstoffes als gering bis mäßig ein.
  • Vorteil: Wie das Biontech-Vakzin ist auch der Impfstoff von Moderna leichter herzustellen als ein Vektorimpfstoff und lässt sich deshalb schneller an eine neue Mutation anpassen.
  • Kühlung:Bei normalen Kühlschranktemperaturen 30 Tage lang stabil. Der Impfstoff kann bis zu sechs Monate bei minus 20 Grad Celsius gelagert werden kann.

Im Zuge der Öffnungen und Möglichkeiten, 2021 wieder verreisen zu können, bekommen wir immer mehr Anfragen für Atteste, die durchgemachte Erkrankung und Auffrischimpfung (nach 6 Monaten) bescheinigen. Wir stellen diese Bescheinigungen aus, sofern a) der positive Coronatest bei uns vorliegt und b) wir die Corona Impfung durchgeführt haben oder uns die Impfbescheinigung aus dem Impfzentrum vorliegt

Diese Bescheinigung sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und werden nach GoÄ Ziffer 75 mal 2,3fachem Satz berechnet:  17,43 €.

Dazu bitte hier die Einwilligungserklärung zur Übernahme der Kosten herunterladen, ausfüllen und uns zukommen lassen. Erst danach erstellen wir die Bescheinigung.

 

 

Viele Grüße und Gute Reise,

Ihr Praxisteam

 

Aufgrund der Impfstoffknappheit und des gleichzeitig dringenden Bedarfs, die Pandemie zurück zu drängen und die Bevölkerung durchzuimpfen ergibt sich jetzt eine einfache Regelung:

Alle Menschen unter 60 Jahre bekommen Biontech, alle Menschen mit einem Lebensalter über 60 Jahre bekommen AstraZeneca. Das ist nicht verhandelbar. Einzelausnahmen entscheiden die Ärzte.

Ersparen Sie uns bitte Diskussionen. Das ist für alle nur Ressourcenverschwendung. Im Impfzentrum wird das die gleiche Regelung geben. Weitere Informationen für Fragen zum Thema impfen demnächst finden Sie unten. Auch wird in den nächsten Tagen Buchungskalender online gehen

HIER bitte 60 min Zeit nehmen und Prof.Dr. Klaus Cichutek, dem Leiter des Paul Ehrlich Instituts, gut zuhören. Er liefert sehr viele gut Argumente für die oben genannte altersabhängige Zuteilung der Impfstoffe. 

Oder nochmal zurückspulen

und HIER dem Podcast von Prof. Christian Drosten zuhören, aufgenommen Mitte Februar 2021 zum gleichen  Thema.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und hören das an. Nur so sind sie objektiv informiert.

Bis auf zwei Ausnahmen ist übrigens das ganze Praxisteam mit AstraZeneca geimpft und wie sie sehen: wohlauf.

 

BITTE LASSEN SIE SICH IMPFEN.

WAS DIE ERKRANKUNG ZUR FOLGE HABEN KANN, SEHEN SIE HIER.

Eine Serie über die Charité-Intensivstation. Kein Ort wo man sein will…

 

Bitte melden Sie sich baldmöglichst an, sofern Sie oder ihre Eltern oder Großeltern zur ersten Gruppe der zu Impfenden Menschen gehören. Wer ist das?

  • Personen im Alter von 80 Jahren und älter
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal
  • Personal in der ambulanten Altenpflege
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten, als Leistungserbringer in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren
  • Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßigen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

Einen Termin könne Sie hier buchen!

 

  1. Priorität
  • Personen im Alter von 80 Jahren und älter
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal
  • Personal in der ambulanten Altenpflege
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten, als Leistungserbringer in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren
  • Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßigen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

2. Priorität

  • Personen im Alter von 70 Jahren und älter
  • Personen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht: Das sind Menschen mit Trisomie 21, Personen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung sowie Personen nach Organtransplantationen
  • Eine enge Kontaktperson von Pflegebedürftigen aus Stufe 1 sowie von Schwangeren
  • Personen, die Menschen mit geistiger Behinderung regelmäßig stationär oder ambulant behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten und ein hohes oder erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus haben. Da sind insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei und Ordnungskräfte, die vor allem bei Demonstrationen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur arbeiten
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

3. Priorität

  • Personen im Alter von 60 Jahren und älter
  • Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Das sind Personen mit:
  • Adipositas (Body-Mass-Index über 30)
  • chronischer Nierenerkrankung,
  • chronischer Lebererkrankung,
  • Immundefizienz oder HIV-Infektion,
  • Diabetes mellitus,
  • Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertension,
  • zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex,
  • Krebserkrankungen
  • COPD oder Asthma bronchiale
  • Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen
  • Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen, insbesondere in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks und in der Justiz
  • Personen in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Personen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Gar nicht so einfach zu beantworten.

Folgendes ist klar: In Deutschland gehören mindestens 21,9 Mio Menschen zu den Risikogruppen. Deswegen ist übrigens die manchmal geäußerte Idee  „…vor allem die Risikogruppen zu schützen…“ ziemlich sinnfrei – denn wenn mehr als jeder vierte zu einer Risikogruppe gehört, ist das schlicht nicht möglich.

Hier eine Aufstellung der amerikanischen CDC für Menschen mit einer hohen Evidenz für einen schweren Verlauf von COVID –  vermutlich werden sich die deutschen Richtlinien daran anlehnen:

  • Menschen mit einer bestehenden Krebserkrankung
  • Menschen mit einer chronischen Niereninsuffizienz /Dialyse
  • Menschen mit einer COPD
  • Menschen mit KHK
  • Menschen mit einer Cardiomyopathie
  • Menschen mit einem BMI > 30
  • langjährige starke Raucher
  • Menschen nach einer Organtransplantation
  • Menschen mit einem Diabetes mellitus Typ 2b
  • Schwangere vor allem über 35 Jahren.

 

Leider nein. So einfach wird es nicht.

Inzwischen gibt es eine klare Priorisierung, wer wann unter welchen Voraussetzungen und bei welchen Erkrankungen geimpft wird. Dies wurde von einer Arbeitsgruppe aus STIKO (Ständiger Impfkommision), Ethikrat und Gesundheitsbehörden erstellt.

Wichtig:

Sie können NICHTS dazu beitragen, schneller geimpft zu werden.

Wir führen keine Liste, stellen keine Atteste aus, rufen für Sie auch nicht die Krankenkasse an, und übrigens auch nicht den Bundesgesundheitsminister.

Nein!

Gegen Grippe impfen ist trotzdem auf jeden Fall sinnvoll. Auch in der Saison 2021/2022.

Wie blöd wäre es, eine Influenza und auch eine Coronainfektion parallel zu bekommen? Besser nicht.

Offenbar helfen Masken sehr gut gegen die Infektion mit dem Influenza Virus. In HH wurden 2020/2021 so wenig bestätigte Influenzafälle wie noch nie festgestellt.