Bei uns wird eine feste Altersgrenze eingehalten: Menschen über 60 Jahren bekommen Vaxevia von AstraZeneca. Menschen unter 60 Jahren bekommen auf Wunsch diesen Impfstoff ebenfalls.

Für fast alle Menschen ist dieser Impfstoff hervorragend geeignet und bietet einen sehr guten Schutz nach sehr kurzer Zeit vor schweren Verläufen und ist gut verträglich.

Insbesondere Frauen zwischen 18 und 60 Jahren werden für Cominarty von Biontech bei uns eingetragen. Hier gab es in der mittleren Altersgruppe die meisten der insgesamt extrem seltenen Nebenwirkungen der Sinusvenenthrombose.

Diese durch einen Autoimmunprozess ausgelöste überschießende Gerinnungsstörung, die mit dem Abfall der Blutplättchen im Blut beginnen kann, ist extrem selten und kommt auch bei mRNA Impfstoffen vor – allerdings seltener.

In Deutschland wurden laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit Stand vom 30. April 2021 nach einer Impfung mit Astrazeneca 67 Fälle von Hirnvenenthrombosen gemeldet. Nur sechs der von den Thrombosen betroffenen Frauen und zwei Männer waren 60 Jahre und älter. 14 Menschen starben, neun Frauen und fünf Männer. Alle an das PEI übermittelten Fälle wurden nach der ersten Impfung gemeldet. Noch immer sterben  ca. 250 Menschen an Covid 19 – pro Tag!

Die Ursache der Gerinnungsstörung scheint aber eine völlig andere zu sein, als bei herkömmlichen Thrombosen (Immobilität, Adipositas, fehlende „Wadenpumpe“ nach Verletzungen/ OPs usw). Es macht also daher überhaupt keinen Sinn, nach einer Impfung Heparin zu spritzen oder gar ASS zu nehmen!

Also: Check the facts: es ist wahrscheinlicher, auf dem Weg in die Praxis schwer zu verunfallen oder einen dicken Lottogewinn zu erhaschen, als diese seltene schwere Nebenwirkung zu erleben.

Übrigens: Thrombosen, Lungenembolien und Sinusvenenthrombosen gibt es auch bei schweren Coronaverläufen. Die Zahlen dazu variieren.

Bisher sind die Impfstoffe erst ab dem 16. Lebensjahr zugelassen.
Zulassungsstudien für Kinder laufen, vor allem von Biontech Pfizer. Schon jetzt impfen wir mit Einwilligung der Eltern und des zu impfenden Jugendlichen im Einzelfall offlabel Menschen unter 16 Jahren nach Unterschrift der Sorgeberechtigten. Klar ist dann: Weder Arztpraxis noch Impfhersteller haften.

Augenblicklich (Stand Mai 2021) verwenden wir Cominarty von Biontech Pfizer und Vaxevia von AstraZeneca. Die Imfpstoffe von Moderna und Johnson und Johnson werden uns sicher auch bald erreichen.

Absolut! Beispiel Schwangere: Diese haben ein leicht erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, können und dürfen aber derzeit nicht geimpft werden. Daher sollten alle direkten Kontaktpersonen und Arbeitskollegen von Schwangeren sofort geimpft werden, um die Schwangere zu schützen.
Das Gleiche gilt für Menschen mit einem allergischen Schock in der Vorgeschichte. Auch hier ist eine Impfung problematisch, und alle nahen Kontaktpersonen – ob beruflich oder privat – sollten schnellstmöglich geimpft sein.

Stand jetzt schützen alle zugelassenen Impfstoffe zuverlässig vor der hier vorherrschenden Variante B117. Was weitere Mutationen betrifft, wird noch untersucht.

Sicher sagen lässt sich aber: Es macht überhaupt keinen Sinn, sich nicht impfen zu lassen, um „auf einen Update-Impfstoff“ zu warten. Damit erhöht sich das Risiko, sich selbst mit der B117 Variante zu infizieren und / oder diese weiter zu tragen. Es ist jetzt schon wahrscheinlich, dass wir alle irgendwann ein „Update“ brauchen.

Wie bei anderen Impfungen ja auch.

Auch die anderen Varianten (Südafrika, Brasilien, Indien) haben überwiegend das gleich Spike Protein, was ja der Teil des Virus ist, auf das unser Immunsystem mit Hilfe der Impfstoffe reagieren kann. Man kann also annehmen, dass alle derzeitigen Impfstoffe einen schweren Verlauf verhindern, auch wenn eine Infektion trotz Impfung möglich scheint.

Derzeit startet Priorisierungsgruppe 3. Wir achten zudem darauf, möglichst komplette Familien zu impfen, denn in Pandemiezeiten verbringen diese ja die meiste Zeit zusammen. Zudem ist dies organisatorisch am einfachsten.

Die Priorisierung gilt vor allem für die Impfzentren, da sowieso die ganze Bevölkerung geimpft werden muss, wird es in absehbarer Zeit keine Priorisierung mehr geben.

Hierbei wird eine feste Altersgrenze eingehalten: Menschen über 60 Jahren bekommen Vaxevia von AstraZeneca. Menschen unter 60 Jahren bekommen auf Wunsch diesen Impfstoff ebenfalls.

Für fast alle Menschen ist dieser Impfstoff hervorragend geeignet und bietet einen sehr guten Schutz nach sehr kurzer Zeit vor schweren Verläufen und ist gut verträglich. Insbesondere Frauen zwischen 18 und 60 Jahren werden für Cominarty von Biontech bei uns eingetragen. Hier gab es in der mittleren Altersgruppe die meisten der insgesamt extrem seltenen Nebenwirkungen.

Was ist ein mRNA Imfptoff?

  • Die Erbinformation ist in uns auf der DNA gespeichert – will eine Zelle einen Eiweißstoff herstellen, wird die DNA mit Hilfe von Enzymen abgelesen und übersetzt. Es entsteht dann ein „Negativ“ – quasi ein „Gipsabdruck“ – der DNA, der für die Zelle als „Bauplan“ für einen Eiweißstoff dient. Hieraus kann die Zelle dann wichtige Eiweißstoffe herstellen: Proteine.
  • Mit einem mRNA Impfstoff wird der Bauplan eines Teils der „Oberflächenstacheln“ („spike Protein“) verimpft. In uns wird dann aus dem Bauplan ein Teil der „Oberflächenstacheln“ des Virus hergestellt – körpereigene Abwehrzellen erkennen dies sofort als „fremd“ und stellen Antikörper gegen diese Oberflächenstacheln her. Damit kann der Körper mit seinen Abwehrzellen dann in der Folge das Virus erkennen, da er ja Antikörper gegen dessen Oberflächenstacheln gebildet hat. Diese Antikörper docken an die echten „Oberflächenstacheln“ des Virus an, was Abwehr Killerzellen auffordert, das Virus zu zerstören. Fertig.
  • Damit ist klar: Es werden keine Viren hergestellt, sondern nur kleine Teile der „Oberflächenstacheln“. Daher keine Virusinfektion durch die Impfung möglich
  • mRNA kann nicht in DNA umgeschrieben werden. Das macht biologisch überhaupt keinen Sinn. Es gibt keine „Einschleusung der mRNA“ in die DNA. Wer das behauptet, lügt. Das ist einfach Blödsinn und falsch.

 

Warum ging die Entwicklung so schnell?

  • Man konnte sich Forschungsdaten zu SARS CoV 1 und MERS Viren von 2002/2003 zu Nutze machen. Basisforschung war schon gemacht. Es war klar welches Antigen das Beste ist (spike), damit war das Ziel bereits von Anfang an klar.
  • Man hat sich eine neue schnelle Technik zu nutze gemacht (mRNA Technik)
  • Phase 2 und 3 Studien wurden überlappend durchgeführt, es wurde nicht erst gewartet bis Phase 2 durch ist, um mit 3 zu beginnen. (Phase 1: Immunogenität: AK ja oder nein. Phase 2: Verträglich? Welche Dosis ist die beste? Phase 3: Viele Studienteilnehmer einschließen um Daten zu Unbedenklichkeit und Wirksamkeit zu beweisen. Phase 4: Wie lange bestehen die AK?)
  • Enge wissenschaftliche Beratung und Begleitung der politischen und gesundheitspolitischen Entscheidungsträger/Behörden
  • Genug Geld da weltweites Problem
  • Rolling Review: Während die Studien laufen, wird bereits bewertet. Es wurde nicht erst gewartet, bis eine Studienphase beendet ist.
  • Sehr schneller Einschluss von Pat möglich, da Unmengen Pat infiziert sind.

 

Was ist gibt es für Schäden oder NW?

  • Wenn NW dann innerhalb von 2 Tagen nach der Impfung: Schulter schmerzt. Müdigkeit, Schüttelfrost. Dies ist eine „normale“ Reaktion auf eine Impfung da es die Aktivierung des Immunsystems anzeigt.

 

Wieviel Studienteilnehmer gab es:

  • Biontech: 44000 Menschen, Moderna ca. 30000 Menschen
  • Studien wurden nie unterbrochen. Keine schweren NW.

 

Was ist mit Frühschäden?

  • Es finden Massenimpfungen statt, bedeutet: in kurzer Zeit sind weltweit Millionen von Menschen geimpft worden – dann müssten auch sehr seltene NW bereits jetzt auffallen.
  • Studie: Anaphylaxie Rate: 1,89 Mio Impfungen gab es 175 Zwischenfälle – davon sind 21 echte Anaphylaxie (11:1.000.000), davon bei allen Patienten 17 mit allergischen Reaktionen, 7 der 21 hatten eine Anaphylaxie – im Schnitt 13 min nach Impfung. Keine fatalen Verläufe. Extrem seltene NW – die im Übrigen bei allen Impfungen auftreten.

 

Was ist mit Langzeitschäden?

  • Es sind bis heute bei KEINER Impfung Langzeitschäden bekannt. Vielmehr werden frühe NW erst spät entdeckt. Beispiel Narkolepsie nach Pandemix, Reaktion auf das „Adjuvans“ des Impfstoffs denkbar. Hier auch kein echter „Spätschaden“, sondern früh auftretende NW, die aber aufgrund der relativ geringen Impfrate erst nach 1-2 Jahren mit der Impfung in Zusammenhang gebracht wurde. Bis heute nicht kausal bewiesen.

 

Was ist mit Autoimmunerkrankungen durch die Impfung?

  • Prinzipiell denkbar bei Menschen, die eine autoimmune Potenz haben, das gibt es aber auch bei allen anderen Impfungen. Nicht vergessen: COVID Erkrankung löst nicht selten Autoimmunprozesse aus, die das Krankheitsbild bestimmen!

 

Wie kommt die Aussage „95% Wirksamkeit“ zu Stande?

  • Studie: Zwei Gruppen – eine mit Impfung, eine mit Placebo – „doppelblind“ – dann erfolgt regelmäßig ein PCR Test auf SARS CoV2, es wird geschaut, wie viele Menschen trotz Impfung eine Infektion bekamen. So entsteht der Wert. Vergleich: Infuenza Impfung hat ca. 70% aufgrund des „Antigenshifts“ des Infuenzavirus

 

Kann ein Geimpfter das Virus asymptomatisch weitergeben?

  • Noch nicht klar. Unwahrscheinlich aber prinzipiell denkbar. Studien laufen.
  1. Priorität
  • Personen im Alter von 80 Jahren und älter
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal
  • Personal in der ambulanten Altenpflege
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten, als Leistungserbringer in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren
  • Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßigen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

2. Priorität

  • Personen im Alter von 70 Jahren und älter
  • Personen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht: Das sind Menschen mit Trisomie 21, Personen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung sowie Personen nach Organtransplantationen
  • Eine enge Kontaktperson von Pflegebedürftigen aus Stufe 1 sowie von Schwangeren
  • Personen, die Menschen mit geistiger Behinderung regelmäßig stationär oder ambulant behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten und ein hohes oder erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus haben. Da sind insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei und Ordnungskräfte, die vor allem bei Demonstrationen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur arbeiten
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

3. Priorität

  • Personen im Alter von 60 Jahren und älter
  • Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Das sind Personen mit:
  • Adipositas (Body-Mass-Index über 30)
  • chronischer Nierenerkrankung,
  • chronischer Lebererkrankung,
  • Immundefizienz oder HIV-Infektion,
  • Diabetes mellitus,
  • Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertension,
  • zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex,
  • Krebserkrankungen
  • COPD oder Asthma bronchiale
  • Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen
  • Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen, insbesondere in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks und in der Justiz
  • Personen in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Personen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen