Biontech/Pfizer

Bei dem mRNA-basierten Impfstoff von Biontech/Pfizer wird eine codierte Bauanleitung für das Spike-Protein des Virus in Gestalt einer Boten-Nukleinsäure (messenger-RNA) geimpft. Anschließend produzieren die körpereigenen Zellen das Antigen anhand dieses Bauplans. Darauf reagieren innerhalb weniger Tage die Immunzellen, indem sie Antikörper und andere Schutzmechanismen gegen das Spike-Protein und damit auch gegen das Coronavirus erzeugen.

  • Name: BNT162b2, Handelsname: Comirnaty 6 Dosen in einer Flasche
  • Impfung: Zwei Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen
  • Altersempfehlung: Ab 16 Jahre. Derzeit prüft die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) die Freigabe des Vakzins für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren.
  • Wirksamkeit: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die Wirksamkeit bei 95 Prozent und ist demnach hoch. Zudem schützt der Impfstoff zuverlässig vor schweren Covid-19-Verläufen.
  • Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Beschwerden nach einer Impfung gehören Schmerzen an der Einstichstelle (83 Prozent), Abgeschlagenheit (47 Prozent), Kopf- und Muskelschmerzen (42 Prozent) und Schüttelfrost (rund 30 Prozent). Die Beschwerden sind meist gering ausgeprägt und treten eher bei jüngeren Menschen auf. Bei 0,01 Prozent der geimpften Personen trat in der Phase-III-Studie des Vakzins eine Lähmung des Gesichtsnervs auf. Es wird derzeit überprüft, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfungen und Gesichtslähmungen besteht. 0,4 Prozent zeigten allergische Reaktionen. Es ist aber auch hier noch unklar, ob diese im Zusammenhang mit der Impfung stehen. Laut RKI können bei mRNA-Präparaten wie bei allen anderen Impfstoffen „in sehr seltenen Fällen“ allergische Sofortreaktionen bis hin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.
  • Schutz gegen Mutanten: Für die sich derzeit in Europa stark ausbreitende britische Variante B.1.1.7 schätzt das RKI die Auswirkungen auf die Effektivität des Impfstoffes als gering bis mäßig ein. Ob und inwieweit die in Europa nur sehr selten nachgewiesenen Varianten B.1.351 und P.1 die Wirksamkeit reduzieren, ist bislang nicht bekannt. Experten gehen allerdings davon aus, dass auch hier ein gewisser Schutz zumindest gegen schwere Verläufe bestehen bleibt.
  • Vorteil: Bei den inzwischen auftretenden Corona-Mutationen hat der mRNA-Impfstoff einen entscheidenden Vorteil: Er ist leichter herzustellen als ein Vektorimpfstoff und lässt sich deshalb auch schneller an eine Mutation anpassen. Ein Grund ist, dass bei der Vektorherstellung mehr Prozessschritte zur Sicherheitsüberprüfung und zum Heranziehen von Zellen benötigt werden.
  • Kühlung:Muss bei minus 70 Grad versendet und kann bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad für 31 Tage gelagert werden. Zuvor waren es nur fünf Tage.

 

Moderna

Genau wie beim Impfstoff von Biontech/Pfizer nutzt auch das US-amerikanische Unternehmen Moderna einen mRNA-Impfstoff, bei dem eine codierte Bauanleitung geimpft wird. Die Zellen im Körper übernehmen die Produktion des Antigens, wodurch ein Schutz gegen das Virus aufgebaut werden kann.

  • Name: mRNA-1273, Handelsname: Covid-19 Vaccine Moderna 6 Dosen in einer Flasche
  • Impfung: Zwei Impfungen im Abstand von vier bis sechs Wochen
  • Altersempfehlung: Ab 18 Jahre
  • Wirksamkeit: Der Impfstoff schützt laut neusten Daten des Herstellers zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf.
  • Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schmerzen an der Injektionsstelle (83,7 Prozent), Kopfschmerzen (63 Prozent), Muskel- oder Gelenkschmerzen(59,6 Prozent), Schüttelfrost (43,4 Prozent), Übelkeit oder Erbrechen (21,3 Prozent) und Fieber (14,8 Prozent). Wie auch bei Biontech/Pfizer trat auch bei Moderne bei 0,01 Prozent der geimpften Personen eine Lähmung des Gesichtsnervs während der Phase-III-Studie auf. 0,4 Prozent zeigten allergische Reaktionen. Es ist aber noch unklar, ob diese im Zusammenhang mit der Impfung stehen.
  • Schutz gegen Mutanten:Wie auch bei Biontech/Pfizer schätzt das RKI die Auswirkungen der B.1.1.7-Variante auf die Effektivität des Impfstoffes als gering bis mäßig ein.
  • Vorteil: Wie das Biontech-Vakzin ist auch der Impfstoff von Moderna leichter herzustellen als ein Vektorimpfstoff und lässt sich deshalb schneller an eine neue Mutation anpassen.
  • Kühlung:Bei normalen Kühlschranktemperaturen 30 Tage lang stabil. Der Impfstoff kann bis zu sechs Monate bei minus 20 Grad Celsius gelagert werden kann.

Die Impfstoffe von Biotech und Moderna sind nun ab dem 12. Lebensjahr zugelassen (in anderer Dosis auch schon ab 5. Lj). Es gibt aber inzwischen eine generelle Impfempfehlung von der Stiko. Aufgrund der gering erhöhten NW von (harmlosen) Herzmuskelentzündungen nach Moderna Impfung bei jungen Männern / männlichen Jugendlichen werden diese bei uns nur mit dem Impfstoff von Biotech versorgt.

Wir impfen auch Kinder aus Risikofamilien, Kinder mit Lungen- oder Autoimmunerkrankungen.

Wir impfen nur mit Einwilligung der Eltern und des zu impfenden Jugendlichen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren.

Augenblicklich (Stand Oktober 2022) verwenden wir Cominarty von Biontech Pfizer und Spikevax von Moderna.

Absolut! Geimpfte Menschen haben eine kürzere und geringere Virusausscheidung im Falle einer Infektion, und sind damit für ältere oder immunsupprimierte Menschen weniger gefährlich.

Bei uns: alle Menschen über 12 Jahre!

Für fast alle Menschen sind die mRNA Impfstoffe hervorragend geeignet und bietet einen sehr guten Schutz nach sehr kurzer Zeit vor schweren Verläufen und sind gut verträglich.

Was ist ein mRNA Imfptoff?

  • Die Erbinformation ist in uns auf der DNA gespeichert – will eine Zelle einen Eiweißstoff herstellen, wird die DNA mit Hilfe von Enzymen abgelesen und übersetzt. Es entsteht dann ein „Negativ“ – quasi ein „Gipsabdruck“ – der DNA, der für die Zelle als „Bauplan“ für einen Eiweißstoff dient. Hieraus kann die Zelle dann wichtige Eiweißstoffe herstellen: Proteine.
  • Mit einem mRNA Impfstoff wird der Bauplan eines Teils der „Oberflächenstacheln“ („spike Protein“) verimpft. In uns wird dann aus dem Bauplan ein Teil der „Oberflächenstacheln“ des Virus hergestellt – körpereigene Abwehrzellen erkennen dies sofort als „fremd“ und stellen Antikörper gegen diese Oberflächenstacheln her. Damit kann der Körper mit seinen Abwehrzellen dann in der Folge das Virus erkennen, da er ja Antikörper gegen dessen Oberflächenstacheln gebildet hat. Diese Antikörper docken an die echten „Oberflächenstacheln“ des Virus an, was Abwehr Killerzellen auffordert, das Virus zu zerstören. Fertig.
  • Damit ist klar: Es werden keine Viren hergestellt, sondern nur kleine Teile der „Oberflächenstacheln“. Daher keine Virusinfektion durch die Impfung möglich
  • mRNA kann nicht in DNA umgeschrieben werden. Das macht biologisch überhaupt keinen Sinn. Es gibt keine „Einschleusung der mRNA“ in die DNA. Wer das behauptet, lügt. Das ist einfach Blödsinn und falsch.

 

Warum ging die Entwicklung so schnell?

  • Man konnte sich Forschungsdaten zu SARS CoV 1 und MERS Viren von 2002/2003 zu Nutze machen. Basisforschung war schon gemacht. Es war klar welches Antigen das Beste ist (spike), damit war das Ziel bereits von Anfang an klar.
  • Man hat sich eine neue schnelle Technik zu nutze gemacht (mRNA Technik)
  • Phase 2 und 3 Studien wurden überlappend durchgeführt, es wurde nicht erst gewartet bis Phase 2 durch ist, um mit 3 zu beginnen. (Phase 1: Immunogenität: AK ja oder nein. Phase 2: Verträglich? Welche Dosis ist die beste? Phase 3: Viele Studienteilnehmer einschließen um Daten zu Unbedenklichkeit und Wirksamkeit zu beweisen. Phase 4: Wie lange bestehen die AK?)
  • Enge wissenschaftliche Beratung und Begleitung der politischen und gesundheitspolitischen Entscheidungsträger/Behörden
  • Genug Geld da weltweites Problem
  • Rolling Review: Während die Studien laufen, wird bereits bewertet. Es wurde nicht erst gewartet, bis eine Studienphase beendet ist.
  • Sehr schneller Einschluss von Pat möglich, da Unmengen Pat infiziert sind.

 

Was ist gibt es für Schäden oder NW?

  • Wenn NW dann innerhalb von 2 Tagen nach der Impfung: Schulter schmerzt. Müdigkeit, Schüttelfrost. Dies ist eine „normale“ Reaktion auf eine Impfung da es die Aktivierung des Immunsystems anzeigt.

 

Wieviel Studienteilnehmer gab es:

  • Biontech: 44000 Menschen, Moderna ca. 30000 Menschen
  • Studien wurden nie unterbrochen. Keine schweren NW.

 

Was ist mit Frühschäden?

  • Es finden Massenimpfungen statt, bedeutet: in kurzer Zeit sind weltweit Millionen von Menschen geimpft worden – dann müssten auch sehr seltene NW bereits jetzt auffallen.
  • Studie: Anaphylaxie Rate: 1,89 Mio Impfungen gab es 175 Zwischenfälle – davon sind 21 echte Anaphylaxie (11:1.000.000), davon bei allen Patienten 17 mit allergischen Reaktionen, 7 der 21 hatten eine Anaphylaxie – im Schnitt 13 min nach Impfung. Keine fatalen Verläufe. Extrem seltene NW – die im Übrigen bei allen Impfungen auftreten.

 

Was ist mit Langzeitschäden?

  • Es sind bis heute bei KEINER Impfung Langzeitschäden bekannt. Vielmehr werden frühe NW erst spät entdeckt. Beispiel Narkolepsie nach Pandemix, Reaktion auf das „Adjuvans“ des Impfstoffs denkbar. Hier auch kein echter „Spätschaden“, sondern früh auftretende NW, die aber aufgrund der relativ geringen Impfrate erst nach 1-2 Jahren mit der Impfung in Zusammenhang gebracht wurde. Bis heute nicht kausal bewiesen.

 

Was ist mit Autoimmunerkrankungen durch die Impfung?

  • Prinzipiell denkbar bei Menschen, die eine autoimmune Potenz haben, das gibt es aber auch bei allen anderen Impfungen. Nicht vergessen: COVID Erkrankung löst nicht selten Autoimmunprozesse aus, die das Krankheitsbild bestimmen!

 

Wie kommt die Aussage „95% Wirksamkeit“ zu Stande?

  • Studie: Zwei Gruppen – eine mit Impfung, eine mit Placebo – „doppelblind“ – dann erfolgt regelmäßig ein PCR Test auf SARS CoV2, es wird geschaut, wie viele Menschen trotz Impfung eine Infektion bekamen. So entsteht der Wert. Vergleich: Infuenza Impfung hat ca. 70% aufgrund des „Antigenshifts“ des Infuenzavirus

Nein!

Gegen Grippe impfen ist trotzdem auf jeden Fall sinnvoll. Auch in der Saison 2022/2023.

Wie blöd wäre es, eine Influenza und auch eine Coronainfektion parallel zu bekommen? Besser nicht.

Offenbar helfen Masken sehr gut gegen die Infektion mit dem Influenza Virus. In HH wurden 2021/2022 wieder sehr wenig bestätigte Influenzafälle festgestellt.

Grundsätzlich gilt eine FFP2 Masken Pflicht in der Praxis (Hamburger Infektionsschutzverordnung). Menschen ohne eine derartige Maske dürfen die Praxis nicht betreten. Insbesondere sind Masken mit einem Außenventil nicht erlaubt.

Wir haben in Stoßzeiten einen sehr freundlichen Sicherheitsmitarbeiter, der sehr genau darauf achtet, dass niemand mit Symptomen, die zu einer Coronainfektion passen könnten, die Praxis betritt. Zudem überwacht und regelt er die Lüftungsmaßnahmen im Wartezimmer! Wir versuchen so, das Risiko für Sie und uns zu minimieren.

Sollten Sie einen Infekt haben, kommen Sie bitte NICHT ohne negativen Schnelltest in die Praxis. Dieser ist mitzubringen. Wir führen KEINE Schnelltests durch.

Alle Kontaktflächen werden regelmäßig und mehrfach am Tag desinfiziert.

Im Wartezimmer wird alle 20 min. gelüftet, zudem sorgt ein  modernes Phillips Luftreinigungsgerät für gutes Klima.

Alle MFA und Ärzte tragen FFP 2 Masken (leicht zu erkennen an dem tollen Abdruck im Gesicht…)

Die Ärzte machen phasenweise Homeoffice, um dem vermehrten Papierkram und die vielen Telefonate zu erledigen – und reduzieren damit auch das eigene Infektionsrisiko.