Wie groß ist die Gefahr einer Sinusvenenthrombose?

Inzwischen impfen wir ausschließlich mit mRNA Impfstoffen Hier gab es in der mittleren Altersgruppe nur extrem selten  eine  Nebenwirkungen im Sinne einer Sinusvenenthrombose. Die Anzahl dieser beschriebenen NW nach Impfung differiert quasi nicht von der ohne Impfung vorkommenden Häufigkeit dieser schweren Erkrankung.

Diese durch einen Autoimmunprozess ausgelöste überschießende Gerinnungsstörung, die mit dem Abfall der Blutplättchen im Blut beginnen kann, ist extrem selten und kommt auch bei mRNA Impfstoffen vor – allerdings noch seltener.

In Deutschland wurden laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit Stand vom 30. April 2021 nach einer Impfung mit Astrazeneca 67 Fälle von Hirnvenenthrombosen gemeldet. Nur sechs der von den Thrombosen betroffenen Frauen und zwei Männer waren 60 Jahre und älter. 14 Menschen starben, neun Frauen und fünf Männer. Alle an das PEI übermittelten Fälle wurden nach der ersten Impfung gemeldet. Noch immer sterben  ca. 100 Menschen an Covid 19 – pro Tag!

Die Ursache der Gerinnungsstörung scheint aber eine völlig andere zu sein, als bei herkömmlichen Thrombosen (Immobilität, Adipositas, fehlende „Wadenpumpe“ nach Verletzungen/ OPs usw). Es macht also daher überhaupt keinen Sinn, nach einer Impfung Heparin zu spritzen oder gar ASS zu nehmen!

Also: Check the facts: es ist wahrscheinlicher, auf dem Weg in die Praxis schwer zu verunfallen oder einen dicken Lottogewinn zu erhaschen, als diese seltene schwere Nebenwirkung zu erleben.

Übrigens: Thrombosen, Lungenembolien und Sinusvenenthrombosen gibt es auch bei schweren Coronaverläufen. Die Zahlen dazu variieren.